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Sehenswürdigkeiten in der Türkei

1.) Ruinen von Ephesos

Die Ruinen von Ephesos - die erste und größte Metropole Asiens - sind in der Türkei, ca. 3 km vom heutigen Ort Selçuk entfernt, als die größte Sehenswürdigkeit der türkischen Ägäis zu bewundern und gestatten einen lebendigen Einblick in die Lebensweise der Antike. Die antike Stadt besticht die Besucher mit einer faszinierenden, historiereichen Reise in der Vergangenheit, gilt als eine der besterhaltenen Ausgrabungsstätten weltweit und genießt daher enormen Ruhm. Die erste Gründung der antiken Metropole wird um 1.500 vor Chr. datiert, wobei die Stadt damals von lonier von der Insel Samos an einem Hang erbaut wurde. Bis zum 3. Jahrhundert v. Chr. entwickelte sich Ephesos zu einer blühenden Stadt zwischen Mesopotamien und dem Mittleren Osten. Um das 3. Jh. vor Chr. wurde Ephesos an das Ufer der Meeresbucht verlegt und bekräftigte seine Position als Hauptstadt der Provinz Asya und wichtigstes Handelszentrum in der römischen Epoche. Einst beherbergte Ephesos den weltberühmten Artemistempel (Artemision) - eines der gepriesenen sieben Weltwunder der Antike, der aber im sumpfigen Gebiet allmählich versank. Heutzutage sind von diesem einmaligen Bauwerk nur eine einzelne Säule sowie auch einige ausgegrabene Stücke im Museum von Selçuk zu sehen. Die erhaltene Ruinenstadt Ephesos stammt vorwiegend aus der römischen Periode zwischen 300 vor Chr. und dem 2. Jh. nach Chr. und wurde im Jahr 1869 beim Bau der Eisenbahnlinie von Izmir nach Aydin eher zufällig vom Engländer John T. Wood entdeckt. Seitdem zählen die ausgegrabenen Ruinen von Ephesos zu den berühmtesten antiken Bauwerken der Welt, die das Reichtum und den Wohlstand des Römischen Reiches bezeugen. Die antike Ruinenstadt besticht mit zahlreichen, gut erhaltenen hellenistisch-römischen Bauwerken wie zum Beispiel die von österreichischen Archäologen rekonstruierte Front der Celsus-Bibliothek und das große Theater mit ca. 25000 Plätzen. Wenn der Besucher durch das Magnesia-Tor geht, macht er einen Schritt in eine von antiker Lebensart und prunkvoller Geschichte geprägte Welt. Die Variustherme, die Basilika und das Odeon als früherer Sitz des Stadtrats stellen die Üppigkeit des hadrianischen Klassizismus dar. In der heutigen Ephesus, nur 5 km vom Meer entfernt, können die Touristen außergewöhnliche Idylle und eine ungeahnte Fülle an architektonischen Meisterwerken bewundern: die Scholastika-Thermen, das doppelbögige Mazaeus- und Mitridates-Tor, das prunkvolle Theater am Ende der Marmorstraße, das auch heute als Auditorium für aktuelle Bühnenstücke und modernen Darbietungen dient, die Agora (der Marktplatz im Stadtzentrum), die Tempelanlagen sowie auch viele, gut erhaltene Wohnhäuser lassen jeden Besucher atemlos. Schließlich sind im heutigen Selçuk viele Artefakten aus den Ausgrabungsstätten von Ephesos sowie auch andere Sehenswürdigkeiten wie die Johanneskirche aus dem 6. Jahrhundert, die Isa-Bey-Moschee aus dem 14. Jahrhundert und das Haus der Jungfrau Maria zu bewundern.

2.) Troja

Die berühmte und sehr umstrittene Ausgrabungsstätte, die zahlreiche Archäologen für Troja halten, befindet sich in der Türkei, auf dem Hügel Hisarlik in der Provinz Çanakkale. Die Umgebung wird als Troas bezeichnet und enthält viele Details, die mit den Beschreibungen der Ilias übereinstimmen. Der endgültige Nachweis für die wirkliche Existenz von Troja fehlt jedoch bis heute. Trotzdem ziehen zahlreiche archäologische Artefakten jährlich viele Besucher an, die von den Legenden über Troja und den Trojanischen Krieg fasziniert sind und den einmaligen Ort aus der Nähe erleben wollen. Die archäologische Stätte von Troja wurde im Jahr 1998 sogar zur Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Das mythologische Troja bezeugt die jahrhundertealte Lebensweise der Einwohner des Gebiets. Der 1873 von Heinrich Schliemann entdeckten „Schatz des Priamos“ soll als eindeutiger Beleg für die Existenz der antiken Troja dienen. Von der historischen Stadt ist heute allerdings außer wenigen Ausgrabungsresten nicht viel zu sehen. Die Ausgrabungen umfassen ein recht großes Areal und beinhalten Überreste von Häusern, Säulen und Amphitheatern. Ein Projekt für virtuelle Version der mythologischen Stadt soll zukünftig die Geschichte von Troja wieder zum Leben erwecken. Diese Ausgrabungsstätte auf Hisarlik lässt Phantasien, Fiktionen, Legenden und Mythen aufleben und das Herz jedes Entdeckungsgierigen höher schlagen.

3.) Kalkterrassen von Pamukkale

PamukkalePamukkale heißt übersetzt Baumwollburg und bezeichnet die Umgebung des türkischen Ortes Denizli, die weltweit als geologisches Wunder bekannt ist. Die watte-weißen Kalkterrassen von Pamukkale genießen als einmalige Naturschönheit große Popularität unter Touristen aus aller Welt. Die wattig-weißen Gesteinsformationen müssen als eine touristische Attraktion der Superlative unbedingt besichtigt werden. Die Wunder von Pamukkale sind vom warmen Wasser einer heißen Kalziumkarbonatquelle, das sich im Laufe der Jahrtausende über das Gestein ergießt, als beeindruckende Sinterterrassen geformt worden. Heerscharen von Touristen bewundern die Baumwollfestung und genießen die atemberaubende Atmosphäre der Sinterterrassen. In unmittelbarer Nähe zu diesem Naturwunder bietet Pamukkale weitere beeindruckende Sehenswürdigkeiten wie die Ruinen des antiken Hierapolis mit dem sogenannten "heiligen Becken", dessen leicht radioaktive Wasser Gicht-, Herz- und Kreislauferkrankungen lindern soll. In der einstigen Römerstadt komplettieren darüber hinaus das römische Amphitheater, das antike Gotteshaus, das Plutonium, die Ruinen der byzantinischen Stadtmauer, die achteckige Märtyrerkirche St. Phillipus sowie der Ehrenbogen des Kaisers Domitian eine einmalige Reise in die Vergangenheit auf dem Hintergrund der beeindruckenden Kalkterrassen.

4.) Sultan-Ahmed-Moschee in Istanbul

Die Sultan-Ahmed-Moschee zählt zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Istanbul, wird international noch Blaue Moschee genannt, trägt offiziell jedoch den Namen ihres Stifters - Sultan Ahmet I., der damit die Erbauung ein repräsentatives Denkmal bezweckte. Die Blaue Moschee ist die einzige Moschee in Istanbul mit sechs Minaretten, somit auch die Hauptmoschee der türkischen Metropole und gehört zu den beeindruckendsten Sakralbauten der Welt. Den Namen "Blaue Moschee" verdankt sie ihres Inneren: die blauen Farbtöne dominieren die Gestaltung der Moschee, blau-grüner Fliesenschmuck mit stilisierten Rosen, Tulpen und Nelken, Weinreben und Zypressen bedeckt die Wände, blaue Ausmalung verziert auch den oberen Teil der Moschee. Der Scheitel der Hauptkuppel ist 43 m hoch. Die Hauptkuppel mit einem Durchmesser von 24 m wird von 4 massiven Pfeilern getragen. Der Innenraum der Moschee beträgt 51x53 m, Licht und Farbigkeit verleihen ihm einen einmaligen Charme. Der Stiftungskomplex der Moschee umfasste Medrese (eine Schule) und Karawanserei (Herberge) sowie auch den Mausoleum des Sultans Ahmet I., der heutzutage immer noch zugänglich ist.

5.) Süleymaniye-Moschee in Istanbul

Die Süleymaniye-Moschee umfasst einen ganzen Komplex auf einem der sieben Hügel Istanbuls. Diese Moschee wurde zwischen 1550 und 1557 von Sultan Süleyman I. Dem Prächtigen errichtet und sollte als Denkmal der Osmanischen Weltmacht dienen. Der Komplex der Moschee, noch Külliye genannt, beinhaltet mehrere Schulen, ein Krankenhaus, eine Armenküche, ein Bad und eine Herberge, die heutzutage jedoch zweckentfremdet genutzt werden. Der Innenhof der Süleymaniye-Moschee beeindruckt mit schlichter Eleganz. Sehenswert ist der rechteckige Reinigungsbrunnen (Schadirwan) aus Marmor umgeben von Kolonnaden mit antiken marmornen Säulen und 28 Kuppeln. An den Ecken des Innenhofs erheben sich 4 Minarette mit 10 Balkonen. Das Haupttor der Moschee ist mit der Phrase aus dem Koran „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist ein Prophet“ verziert. Der schlichte Stil erstreckt sich auch im Inneren des Bauwerkes. Das 3500 m² große Gebetsraum beinhaltet vier mächtige Pfeiler unter der riesigen 27 m breiten und 48 m hohen Hauptkuppel. Die farbigen Fenster und die marmornen Wände verleihen dem Inneren eine einzigartige, lichtdurchflutete Atmosphäre. Rote, blaue und türkise Fliesen aus Iznik schmücken die Gebetsnische aus erlesenem Marmara-Marmorin. Der Predigtstuhl ist mit Perlmutt- und Elfenbeinintarsien verziert. Auf dem Gelände der Moschee, auf einem Friedhof ruhen Sultan Süleyman und seine Frau Haseki Hürrem. Der Baumeister Sinan hat seine Ruhestätte in der Nordostecke des Komplexes errichtet. Anstelle der ehemaligen Armenküche sind heute ein Restaurant mit traditioneller osmanischer Küche und einen Teegarten zu finden.

6.) Hagia-Sophia-Museum in Istanbul

Hagia-Sophia in IstanbulDas Hagia-Sophia-Museum zählt zu den Highlights in der türkischen Metropole Istanbul und symbolisiert sowohl die fast 10 Jahrtausende lange christlich-byzantinische Ära als auch die islamischen Traditionen. Bereits Konstantin der Große soll im Jahr 325 hier eine erste Basilika erbaut haben, wobei bis heute das Bauwerk mehrmals vernichtet und neu aufgebaut wurde. Erst nach dem Fall Konstantinopels wurde Hagia-Sophia zur Moschee mit zahlreichen Minaretten umgebaut und diente bis zum Errichten der Blauen Moschee als Hauptmoschee Istanbuls. Die Hagia-Sophia beeindruckt mit der architektonischen Gestaltung und besteht aus einem Vorraum mit den Vorhallen Exonarthex und Esonarthex verziert mit alten Mosaiken, aus dem Hauptraum mit drei Schiffen, einer Empore und einem imposanten Garten. Neben dem westlichen Eingang des Gebäudes auf der linken Seite sind Ruinen der alten Hagia-Sophia aus dem 5. Jahrhundert zu sehen. Zur inneren, 60 m langen und 11 m breiten marmornen Vorhalle führen mehrere geschmückte bronzene Türen. Beeindruckend ist die mit Blattgold verziertes Mosaik aus dem 9. Jahrhundert über dem sogenannten Kaisertor in der Mitte. Der riesige Hauptraum des Gebäudes bringt mit der 56 m hohen und 32 m breiten zentralen Kuppel jeden Besucher zum Staunen. Die Kuppelkonstruktion mit mehreren Nischen und Halbkuppeln wird durch zahlreiche Fenster unterstrichen. In der Nordwestecke sieht man die berühmte „Schwitzende Säule“, die Wunder bewirken und Krankheiten heilen soll. Im Inneren beeindrucken auch die prunkvollen Mosaikkunststücke, der 5 Meter große Erzengel Gabriel, die nach Mekka ausgerichtete Mihrab, die Sultansloge, der Minbar von Süleyman dem Prächtigen, die Vorbetertribüne aus Marmor sowie auch die 8 m breiten, auf arabisch beschrifteten Rundschilder im Vorraum. Entlang der Längsseiten des Hauptschiffes sind zahlreiche Galerien mit prächtigen Mosaikbildern zu bewundern. Im Hof der Hagia-Sophia findet man den berühmten Reinigungsbrunnen aus dem Jahr 1740 und das im 19. Jahrhundert erbaute Uhrenhaus der Brüder Fossati.

7.) Topkapi-Palast

Das Topkapi-Serail stellt mit 70 ha den ausgedehntesten Profanbau Istanbuls und mit seiner Fläche ähnelt es einer ganzen Stadt innerhalb der türkischen Metropole. Die Palastanlage mit den vier hintereinander liegenden Höfen ist von einer Mauer mit Toren und Bastionen umgeben und beinhaltet ein Harem als ein weiterer eigenständiger Bereich. Heutzutage gehört das Topkapi (Kanonentor) zu den weltberühmtesten Museen und nimmt für eine Besichtigung mehrere Stunden in Anspruch.
Schon vor dem Außenportal des Topkapi-Serail befindet sich beeindruckendes Brunnenhaus mit kostbaren Fliesen, bronzevergitterten Erkern und Reliefs im Rokoko-Stil aus dem Jahr 1728, das unter Sultan Ahmet III. errichtet wurde. Durch das Tor des Reiches (Bab-i-Hümayun) betritt man den ersten Hof der Anlage, der mit einer alten Irenenkirche beeindruckt. Zum zweiten Hof des Topkapi-Palastes führt das Bab-üs-Selam - das Tor des Friedensgrußes. Hier befand sich die Palastküche, die heutzutage eine Sammlung mit chinesischem und japanischem sowie auch europäischem Porzellan beherbergt. Über den "Hof der Hellebardiere" erreicht man den Eingang des Harem und den Hof der Favoritinnen. Neben dem Eingang zum Harem ist der Diwan - der Versammlungssaal des Staatsrates zu sehen. Durch das "Tor der Glückseligkeit" erreicht der Besucher das Innere des Palastes mit prunkvollen Kunstsammlungen und Ausstellungen aus vergangenen, glamourösen Zeiten, zahlreichen Saälen, Bibliothek, Schatzkammer mit den wertvollsten Exponaten wie Edelsteinen und Gold, Porträtsammlung. Im Vierten Hof befanden sich die Privatgemächer des Sultans mit Gartenanlagen mit Pavillons. Heute lohnt sich ein vornehmes Essen im hier bestehenden, edlen Restaurant.

8.) Kappadokien

Kappadokien bedeutet übersetzt "Das Land der schönen Pferde" und dient als Bezeichnung für ein Gebietsdreieck zwischen Kayseri, Ürgüp und Nigde im nordöstlichen Teil der Türkei, mitten in Anatolien. Die Reise nach Kappadokien bietet zahlreiche, unvergessliche Highlights - Höhlenkirchen und Feenkamine reihen sich an unterirdischen Städten, Weinbergen und Obstgärten. Die Märchen aus 1000 und einer Nacht erwecken hier zum neuen Leben - die Tuffsteinumgebung leuchtet in der Abenddämmerung in den unterschiedlichsten Pastellfarben. Auf buntem Hintergrund zeichnen sich Canyons, Türmchen, Pyramiden, Kamine, Kegel und Gesteinsformen am Horizont ab. Die geologische Struktur des Gebiets ist durch starke Vulkanaktivität aus Lavamassen und Asche gebildet und im Laufe der Jahrhunderte geformt worden. Die bizarren Tuffsteinformationen lassen jeden Besucher staunen und gewähren einmalige Ausblicke.

9.) Pergamon

PergamonDie hellenistisch-römische Ruinenstadt und Königsresidenz Pergamon befindet sich im Westen der Türkei, ca. 110 km nördlich von Izmir und ca. 30 km von der Küste entfernt. Die antike Siedlung mit dem Stadtberg lag auf einem 300 m hohen Gebirgsausläufer und wird um das 2. Jh. vor Chr. datiert. Pergamon existierte vermutlich bis zum 14. Jh. nach Chr. Pergamon beeindruckt vor allem mit antiken Resten jahrtausendelanger Geschichte: Sehenswert sind das Burgtor aus vorhellenistischer Zeit, die Palastanlagen mit dem bedeutendsten Schloss- das Palast des Eumenes II., die Rundzisterne als Teil einer antiken Druckwasserleitung, die Reste der Waffen-, bzw. Getreide-Arsenale, das Trajans-Heiligtum, das römische Amphitheater, das Asklepieion, der alte Athena-Tempel, die Fundamente des großen Zeus-Altares mit einem großem Reliefband, das Heroon für den Herrscherkult der Attaliden, die antike Hauptstraße, das große Heiligtum der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter sowie den Demeter-Tempel, die gut erhaltenen Ostthermen, die ausgedehnten Terrassen, das Attalos-Haus sowie auch die weltberühmten Ruinen eines kaiserzeitlichen Tempels, noch "die Rote Halle" genannt. Nur in Pergamon kann man auf einmal so viele antike Schätze, bezaubernde Bauwerke und Zeichen einer unvergänglichen, einmaligen Zivilisation hautnah erleben.

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