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Mäuseturm in Bingen am Rhein

Abgelegt unter: Deutschland - Veröffentlicht um 05:23 am 24. Januar 2010

Die idyllische Stadt am Mittelrhein, welche sich zum Landkreis Mainz-Bingen zuordnen lässt, befindet sich im Osten des Bundeslandes Rheinland-Pfalz und liegt an der Grenze zu Hessen. Am 1. Januar 2010 zählten die acht Stadtteile Bingens, laut Strukturdaten der stadteigenen Internetpräsenz, 25.820 Einwohner. Die geografisch günstige Lage machten sich bereits die Römer und später auch französische Revolutionstruppen und Besetzer zu Nutze. Danach und bis zur Gründung des Deutschen Reiches, fungierte Bingen als Grenzstadt zwischen der Rheinprovinz des preußischen Königreichs und dem Großherzogtum Hessen. Zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Stadt, welche einen nachhaltigen Einfluss auf sie hatten, gehörte neben Hildegard von Bingen, der heiligen Berta und Bartholomäus Holzhauser, auch der deutsche Dichter Stefan George. Doch Bingen hat nicht nur eine geschichtsträchtige Vergangenheit und bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht, denn über die Grenzen des Bundeslandes hinaus sind die Sehenswürdigkeiten, der Stadt am südlichen Abschluss des Unesco-Welterbes Oberes Mittelrheintal, vielen ein Begriff. Die wichtigsten sind wohl die im 13. Jahrhundert entstandene Burg Klopp, die Rochuskapelle, der Alte Rheinkran und die Basilika St. Martin, welche ebenfalls alle dem Unesco-Welterbe angehören. Außerdem erwähnenswert ist die römische Villa rustica im Binger Wald.

Binger Mäuseturm

Binger Mäuseturm

Allerdings ist die wohl bekannteste und zugleich das Stadtbild prägende Sehenswürdigkeit der Binger Mäuseturm. Der sagenumwobene Turm wurde im 14. Jahrhundert auf einer kleinen Insel im Rhein errichtet und diente ehemals als Wehr- und Wachturm. Nach der Zerstörung während des Dreißigjährigen Kriegs und 41 Jahre nach Kriegsende, veranlasste der preußische König Friedrich Wilhelm IV im Jahre 1856 einen Wiederaufbau. Knapp 125 Jahre wurde mithilfe des Mäuseturms, in seiner neuen Funktion als Signalturm, der Schiffverkehr sicher durch die, als Binger Loch bekannte, Engstelle gelotst. Seit der Verbreiterung der Engstelle, in den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts, verlor er diese Funktion. Um den Mäuseturm und seine Entstehung wurden viele Legenden weitergetragen, doch die am weitesten verbreitete war wohl die eines egoistischen und gierigen Mainzer Erzbischofs. Der Legende nach ließ er sich den Turm erbauen und während die Hungersnot den Tod vieler Menschen forderte, verwehrte er ihnen Hilfe trotz reich gefüllter Kornkammern. Er Befahl die Armen in eine Scheune zu sperren und ließ sie bei lebendigem Leib verbrennen. Daraufhin sollen tausende Mäuse aus allen Ecken gekommen sein und den Bischof gefressen haben. Nach dieser Legende sollte der Turm auch benannt sein.

Noch heute ist der Mäuseturm ein Wahrzeichen der Stadt Bingen und lockt Besucher aus allen Regionen in die schöne Stadt am Rhein.

Kristan - Fotolia.com

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Keine Kommentare »

  1. Ich habe ein referat zum thema wasserfälle gescrieben und ihre seite war sehr hilfreich

    Kommentar von Nima — 5. Mai 2010 @ 14:24

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