Wer hat sich noch nicht über Verspätungen der Bahn und Fluglinien geärgert? Wahrscheinlich erging es bereits jedem einmal so, dass er aufgrund von Verspätungen Termine, einen Anschlusszug oder sogar seinen Anschlussflug verpasst hat. Viele Reisende sind sich ihrer Rechte angesichts solcher Situationen allerdings nicht bewusst und die Unternehmen nutzen dies schamlos aus. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner kritisiert die verantwortlichen Bahn-Betreiber und Fluggesellschaften vehement. „Reisende müssen besser aufgeklärt werden!“, verlangt sie. Die EU-Kommission will mithilfe einer Aufklärungskampagne Verbraucher über ihre Rechte informieren. Siim Kalas, EU-Verkehrskommissar, ist der Meinung, dass jeder Kunde auf sein Recht bestehen müsse. Gerade bei den Klassikern unter den „Aufregern“, wie etwa dem verloren gegangenen Gepäck oder dem abgesagten Flug, stünden den Passagieren weitaus mehr Rechte zu, als sie ihnen die Fluggesellschaften zugestehen. Vor allem die Gesellschaften sogenannter Billigflieger weisen die Pflicht einer Rückerstattung von Flugtickets von sich.
Mit der Reise-Check-Karte unternimmt die Bundesregierung erste Schritte in die Rechtssicherheit der gebeutelten Verbraucher. Laut Aigner seien Reisende mit der Karte auf der sicheren Seite und wüssten im Falle einer Verspätung des Zugs oder eines gestrichenen Flugs, was zu tun sei. Sollte sich die Durchsetzung der Reiserechte schwieriger gestalten oder gar so nicht möglich sein, dienen neutrale Schlichtungsstellen für eine schnelle Hilfe im öffentlichen Personenverkehr. Dass sich Fluggesellschaften an dem Konzept einer Schlichtungsstelle nicht beteiligen, sei angesichts der zahlreichen Beschwerden im Flugverkehr, sehr bedauerlich und ärgerlich.
Die Reise-Check-Karte und weitere hilfreiche Informationen zum Reiserecht sind unter Reise-Check-Karte zu finden.









