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Sehenswürdigkeiten in Japan

Abgelegt unter: Japan - Veröffentlicht um 00:40 am 18. Dezember 2010

Wir haben nun eine Auswahl von Sehenswürdigkeiten in Japan online gestellt. Hier unsere TOP Sehenswürdigkeiten in Japan:

Shiretoko-Halbinsel
Shirakami-Sanchi
Nikko
Kimpusen-ji
Kii-Berge
Itsukushima-Schrein
Tokyo Tower

Weitere Vorschläge sind natürlich immer wieder willkommen. Gibt es Interesse zu einem neuen Land? Welche Sehenswürdigkeiten bzw. welches Land könnte noch interessant sein? Wir sind für jeden Tipp dankbar.


Sehenswürdigkeiten in Berlin

Abgelegt unter: Deutschland - Veröffentlicht um 04:31 am 18. November 2010

Interessantes Video zu den bekanntesten Sehenswürigkeiten in Berlin:


Hausboot mieten in Brandenburg

Abgelegt unter: Deutschland - Veröffentlicht um 04:02 am

hausbootHausboote mieten in Brandenburg bedeutet ein Gefühl von Freiheit, schließlich können Sie hier als Kapitän selbst entscheiden, wie Sie ihren Urlaub auf dem Wasser verbringen möchten. Auf einem Hausboot erwartet Sie Ruhe und Entspannung und Sie können hier den stressigen Alltag komplett hinter sich lassen.
Ein Hausboot bietet ihnen Wohnen und Fortbewegungsmittel in einem. Hier können Sie sich bequem einen Anlegeplatz suchen und können von dort aus trotzdem bequem an Land gehen und sich zum Beispiel ein paar Sehenswürdigkeiten anschauen. Oder Sie legen an und genießen einfach die herrliche und ruhige Natur. Sie können ihr Hausboot genau wie ein normales Boot oder Schiff ankern. Wenn auch Sie Hausboote mieten in Brandenburg, dann können Sie navigieren und viele neue Horizonte in Brandenburg entdecken. Gehen auch Sie an Bord und machen Sie die Leinen los und nehmen Sie mit ihrem Hausboot Kurs auf ein großes Abenteuer.

Wenn auch Sie jetzt Lust auf Hausboote mieten bekommen haben, aber sich nicht sicher sind ob Sie dafür einen Bootsführerschein benötigen, dann seien Sie sich sicher, dass Sie für ein Hausboot einen Bootsführerschein benötigen. Selbst wenn Sie noch keine Bootserfahrung haben, werden Sie nach einer kurzen Unterweisung sehr schnell feststellen, dass ein Hausboot sicher und leicht zu lenken ist und eigentlich jeder ein Hausboot lenken kann und man so schnell auch in der Lage ist den benötigten Bootsführerschein zu bestehen. Allerdings gilt hier: Andere Länder - andere Sitten. In Deutschland benötigen Sie einen Bootsführerschein, in anderen Ländern hingegen nicht. Wollen auch Sie Hausboote mieten, dann können Sie sich sicher sein, das es ihnen auf dem Hausboot an nichts fehlen wird. Hausboote gibt es in unterschiedlichen Größen und Längen, sie sind aber genauso komfortabel wie eine Ferienwohnung oder ein Hotel eingerichtet. Allerdings haben Sie hier den großen Vorteil, dass wenn ihnen die Nachbarn am benachbarten Anlegehafen nicht gefallen, Sie einfach die Leinen los machen und sich einen neuen Anlegehafen suchen können. Wenn auch Sie sich nun entschieden haben und Hausboote mieten möchten, haben Sie selbstverständlich auch die Möglichkeit über eine Sattelitenanlage Fernseh schauen zu können.
Ein Hausboot bietet ihnen alles, was Sie von zu Hause her kennen und Sie haben noch die Möglichkeit bequem und einfach etwas erleben zu können und Sie werden viel Neues entdecken können.

hansenn - Fotolia.com


Portugal - Reiseinformationen

Abgelegt unter: Portugal - Veröffentlicht um 04:49 am 9. November 2010

Mit seiner Lage in 2 Klimazonen unterscheiden sich Portugals Norden und Süden maßgeblich voneinander. Während der Süden von mediterranem Klima geprägt ist, weist der Norden ein kühleres, aber auch feuchteres Klima auf. Trotzdem ist fast das ganze Land vom Seeklima geprägt, das heißt, dass die Temperaturamplitude-der Temperaturunterschied eher klein ist. Im Sommer gleichen sich die regionalen Unterschiede ein wenig mehr an, sodass ganz Portugal in einer heißen Trockenperiode liegt. Portugals Winter ist eher mild und feucht.

Häufig stellen sich Touristen die Frage, wann sie am ehesten nach Portugal reisen sollten. Das hängt natürlich in erster Linie davon ab, was sie vorhaben. Auf den Azoren und auf Madeira herrscht ganzjährig eine optimale Reisezeit, da das Klima hier das ganze Jahr über recht mild und ausgeglichen ist und die Inseln so eine schöne Basis zum Erholen bieten. In den Süden Portugals sollte man am Besten im Frühsommer oder Spätherbst reisen, da es hier angenehm warm ist. Doch zu dieser Zeit kann es vermehrt zu Regen kommen, will man diesen vermeiden, fährt man im August, muss jedoch beachten, dass der August der heißeste Monat Portugals ist.

In Portugal gibt es vieles zu unternehmen. Von sportlichen Aktivitäten, über Kulturreisen bis zu Städtereisen oder bloßem Strandurlaub. Da heute immer mehr Reisende die verschiedenen Möglichkeiten des Landes ausschöpfen wollen und Angebote kombinieren, suchen sie sich eine zentral gelegene Unterkunft, meist eine Ferienwohnung, da sie hier nicht an Zeiten gebunden sind. Informationen zu Ferienwohnungen können auf Casamundo gefunden werden. Über die Angebote vor Ort sollte sich ausreichend vorher informiert werden, damit es keine Schwierigkeiten gibt, diese umzusetzen.

Auch Hundebesitzer benötigen einige Zeit, um zu klären, ob der geliebte Vierbeiner mit in den Urlaub kann. Allgemein gelten die europäischen Einreisebestimmungen, das heißt, dass EU-Bürger lediglich mit einem gültigem Personalausweis einreisen können.

Innerhalb des Landes können öffentliche Verkehrsmittel zu annehmbaren Preisen genutzt werden. Je nach Region fahren diese regelmäßig und zuverlässig. Von den großen Städten Lissabon und Porto gehen sie ab in das Umland.

Und auch wenn Portugal in der Gesundheitsversorgung mitteleuropäischen EU-Standartwerte erreicht hat, sollte die Reiseapotheke vorher gut gepackt werden. Neben einem Wundversorgungspaket und einem Kopfschmerzmittel, sollten auch Tabletten gegen Übelkeit und Schmerzen eingepackt werden.


Sehenswürdigkeiten in München - entdecke das schönste bayerische Reiseziel

Abgelegt unter: Deutschland - Veröffentlicht um 03:29 am

muenchenErleben Sie einen abwechslungsreichen Urlaub und kommen Sie in Bayerns Landeshauptstadt. Sie finden definitiv ein schönes Hotel in München und nutzen es als Ausgangspunkt einer Besichtigung dieser Stadt. Die drittgrößte Stadt Deutschlands hat hinsichtlich dessen einiges zu bieten.

Zentraler Platz in München ist der Marienplatz mit dem Alten und Neuen Rathaus. Mehrmals täglich erklingt vom Neuen Rathaus das imposante Glockenspiel, gleichzeitig drehen sich im Turm Figuren, welche von der Geschichte der Stadt erzählen. Vom Marienplatz aus besuchen Sie, entlang der Kaufingerstraße, mit der Neuhauser Straße zusammen eine der ältesten Straßen, den Karlsplatz (Stachus) und das Karlstor. Das Karlstor ist das westliche Stadttor, besonders imposant wirkt es, wenn Sie es beleuchtet bei Nacht betrachten.

Die Michaelskirche und Bürgersaalkirche sind bedeutende Kirchenbauten und Höhepunkt für Liebhaber der Renaissance und des Barock. Der Dom zu Unserer Lieben Frau, auch Frauenkirche genannt, ist das Wahrzeichen von München. Sie entdecken ein dreischiffiges Bauwerk aus der Zeit der Spätgotik, wenn Sie die Kirche betreten, erwartet Sie eine lichte Halle, die den Besucher förmlich einlädt. Beabsichtigen Sie, die älteste Pfarrkirche zu besuchen, dann finden sie den Alten Peter südlich des Marienplatzes gelegen. Benachbart genießen Sie die Atmosphäre auf dem Viktualienmarkt. Täglich bieten Händler hier ihre Lebensmittel an.

Wünschen Sie Ruhe und Entspannung, dann besuchen Sie den barocken Hofgarten, eine attraktiv angelegte Parkanlage, die zum Schlendern und Genießen anregt. Gelegentlich dient dieser Platz ferner als Veranstaltungsort für Aufführungen und Konzerte. Im Hofbräuhaus genießen Sie den Abend bei einem Krug Bier. In dieser berühmten Räumlichkeit finden rund 1000 Gäste Platz, traditionell ein echtes Erlebnis.

Das östliche Stadttor von München ist das Isartor, in der Nähe können Sie das Valentin-Musäum besuchen, eine Ausstellung skurriler Gegenstände des Komikers Karl Valentin. Als Prachtmeile von München wird die Maximilianstraße genannt. In dieser Allee entdecken Sie exquisite Geschäfte, die Münchner Kammerspiele sowie das Regierungsgebäude.

Wenn Sie ein schönes günstiges Hotel in München besuchen, nutzen Sie die Gelegenheit, neben dem Weißbier, landestypische Spezialitäten zu probieren. Die berühmte bayerische Weißwurst ist ein wohlschmeckender Leckerbissen, verzehrt wird sie mit süßem Senf und der Brezn, auch für viele Gäste ein Genuss. Der Leberkäse wird mit Kartoffelsalat und Spiegeleiern serviert. München hält dessen ungeachtet für jeden Gaumen das Passende bereit.

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Reisetipp: Urlaub in Dänemark

Abgelegt unter: Dänemark - Veröffentlicht um 02:48 am

Unser nördlicher Nachbar Dänemark ist aufgrund seiner langen Strände und idyllischen Städtchen eines der beliebtesten Reiseziele in Europa. Gäste der Ferienhäuser Dänemark können sogar zwischen zwei Meeren auswählen, denn Dänemark ist von Nord- und Ostsee umgeben. Auch die dänischen Inseln wie Als, Bornholm oder Fünen ziehen zahlreiche Besucher an und werden besonders von Familien sehr geschätzt. In den größeren Städten wie Arhus und Kopenhagen kann man durch gemütliche Einkaufsstraßen bummeln und in charmanten Restaurants die Spezialitäten aus der See genießen.


Malta - Erlebnis im Herzen des Mittelmeeres

Abgelegt unter: Malta - Veröffentlicht um 00:14 am 28. Oktober 2010

Auf Malta nur einen Badeurlaub zu verleben wäre viel zu schade, zu aufregend ist die Jahrtausende alte Geschichte der Insel, die aufgrund ihrer zentralen Lage im Mittelmeer seit jeher für viele Völker von
großem Interesse war. Aus diesem Grund gibt es hier für den Besucher der Insel neben der sprichwörtlichen Gastfreundschaft der Malteser eine faszinierende Vielfalt der Kultur, die sich in wunderschönen Barockpalästen, Renaissance-Kathedralen und mittelalterlichen Verliesen wiederspiegelt.
Doch nicht nur die unzähligen Sehenswürdigkeiten sind einen Besuch wert, sondern auch die Landschaft der Insel ist auf jeden Fall eine Reise wert.
Auf Malta herrscht Wasserarmut, daher ist die Vegetation eher karg. Dies macht aber einen gewissen Reiz aus, steht die eher robuste Landschaft mit ihren Terrassenfeldern, Windrädern und Steinwällen im Kontrast zu den teils verspielten Häusern mit filigranen Türen, Erkern und Balkonen. Schmale, kurvenreiche Straßen durchziehen die Insel, an deren Ost-/Nordostküste flache Strände und weite Buchten zu finden sind wohin gegen die Südwestliche Küste von Felsformationen und Steilküsten gesäumt ist. Durch das subtropische trockene Mittelmeerklima ergeben sich auf Malta ganzjährig ideale Urlaubsbedingungen. Kristallklares Wasser, gute Sportmöglichkeiten und ein vielfältiges Urlaubsangebot machen die Insel zu einem idealen Urlaubsziel für Familienurlaub oder Singlereisen.

Die meisten Hotelangebote befinden sich in dem zweitgrößten Ort der Insel - Sliema. An der Ostküste gelegen findet der Erholungssuchende hier neben einer vier Kilometer langen Uferpromenade viele kleine Buchten mit flachem Felsstrand und zahlreiche Bars und Restaurants. Die Hauptstadt der Insel, Valletta ist zurecht von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Gewaltige Befestigungsbauwerke, im Barockstil errichtete Kirchen und imposante Paläste machen die Stadt zu einem echten Erlebnis. Das ehemalige Fischerdorf St. Julian’s ist trotz der stetig gewachsenen Anziehungskraft für Besucher immer noch ein malerischer Ort, der mit seinem großen Unterhaltungsangebot und einem Spielkasino für Abwechslung sorgt.
Das Hotelangebot auf der Insel ist überwiegend auf die Hauptorte beschränkt und bietet allen erdenklichen Komfort. Hier findet jeder das passende Urlaubsdomizil für seinen Erlebnis-, Erholungs- oder Singleurlaub.


Linktipp: Urlaub am Rhein

Abgelegt unter: Deutschland - Veröffentlicht um 15:09 am 24. Oktober 2010

Das obere Mittelrheintal hat eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten aufzuweisen. Unter www.mittelrheintal24.de gibt es eine Übersicht der interessantesten Orten und Burgen am Rhein. Die Seite befindet sich noch im Aufbau und ich bin mir sicher das noch zahlreiche Infos folgen werden. Viel Spass beim Erkunden des UNESCO-Weltkulturerbe Mittelrheintal.


Highlights in Andalusien: Die Alhambra in Granada

Abgelegt unter: Spanien - Veröffentlicht um 14:30 am 21. Oktober 2010

Betrachtungen und Bemerkungen zum Traumschloss der maurischen Könige – ein etwas unorthodoxer Alhambra-Ratgeber

alhambra01-panoramaIm 14. Jahrhundert schwärmte der arabische Dichter Ibn Zamrak: „Granada ist eine wunderschöne Braut im Hochzeitsgewande, die sich dem Berge vermählt, und die Alhambra ist der Rubin in ihrer Krone.“ Später waren es Pérez de Hita, Chateaubriand, Washington Irving und Theophile Gautier, die dem Zauber des Märchenschlosses verfielen, Sagen und Legenden sammelten, und in bunten Schilderungen vom Leben und Untergang des maurischen Granada berichteten.

Als kulturelle Pflichtübung ist die Alhambra in Granada längst fester Bestandteil im Programm einer jeden Rundreise durch Andalusien geworden. Die „Rote Burg“ am Fuss der Sierra Nevada zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten nicht nur in Spanien, sondern in ganz Europa, und ist für viele das bekannteste islamische Bauwerk schlechthin. Paradoxerweise entstand das Traumschloss der Nasriden aber erst zu einer Zeit, in der mit dem Islam in Spanien nicht mehr allzu viel los war.

alhambra02-cuarto-doradoHistorisch belegte Tatsache ist, dass sich Granada, nach dem Fall von Córdoba und Sevilla, lediglich deswegen noch weitere 250 Jahre halten konnte, weil seine Fürsten sich in ihre politisch wie militärisch aussichtslose Lage ergaben und nur mit diplomatischem Geschick sowie hohen Tributzahlungen an die Katholischen Könige verhindern konnten, dass die Kastilier auch ihr kleines Reich eroberten.

Die Reconquista hatte im Jahr 1212 bei Las Navas de Tolosa in der Provinz Jaén den entscheidenden Sieg über die Krieger des Halbmondes errungen, in jener blutigen Schlacht, in der angeblich „… die Mauren so viele Tote hatten, dass man vor lauter Leichen nicht vorwärts konnte“. Wenig später fiel Córdoba (1236), dann Sevilla (1248) in die Hände der Katholischen Könige. Übrig blieb das relativ kleine Königreich Granada, das sich von Gibraltar im Südwesten über Málaga und Almeria bis in das unwegsame Bergland von Jaén erstreckte. Aussenpolitisch ohne jeden Einfluss, stellte Granada nurmehr ein letztes islamisches Bollwerk im sonst christlichen Spanien dar. War Córdoba einst die Hochblüte des morgenländischen Reiches in Andalusien, dann ist Granada eher als ein maurischer Schwanengesang zu verstehen, als ein letztes verzweifeltes Aufbäumen vor dem endgültigen Untergang.

alhambra03-baederWirtschaftlich und kulturell dagegen erlangte Granada selbst noch in dieser Zeit grosse Bedeutung, denn in materieller Hinsicht bestand kein Mangel. Dass auch im einfachen Volk niemand Hunger leiden musste, dafür sorgte eine gut funktionierende Landwirtschaft, und über die Mittelmeerhäfen, vor allem Málaga, fand ein lebhafter Handel statt, der Granada mit allen möglichen Konsumgütern und jedem nur denkbaren Luxus eindeckte. Das letzte Jahrhundert seines Bestehens schliesslich verdankte das maurische Granada der banalen Tatsache, dass die Reconquista schlicht und einfach pleite war. Die so gennante Rückeroberung hatte nicht nur die letzten Reserven der christlichen Staatskasse aufgezehrt, auch das unter den Arabern einst so florierende Agrarsystem war hoffnungslos zusammengebrochen. Das vereinte Königreich Kastilien- Aragon fiel von einer Hungersnot in die andere – und so nahm man lieber die regelmässigen Abgaben in Form von Geld und Naturalien entgegen, als kostspielige Feldzüge auszurichten, um einen Gegner zu bekämpfen, von dem keinerlei Gefahr mehr ausging.

Das einst mächtige Al-Andaluz schrumpfte unaufhaltsam immer mehr zusammen und Granada wurde zum letzten Zufluchtsort für Mohammedaner und Juden aus ganz Spanien. Auch auf zahlreiche Christen, die im Maurenreich zu Wohlstand und Ansehen gelangt waren, und die an der bunten, quirligen orientalischen Lebensweise Gefallen gefunden hatten, übte die Stadt am Rio Genil eine grössere Anziehungskraft aus als das starre, steife und völlig intolerante katholische Spanien. Und so fand die fruchtbare Mischkultur aus verschiedenen Religionen und Weltanschauungen, die sich in der Kalifenstadt Córdoba bestens bewährt hatte, hier ihre Fortsetzung.

alhambra04-doshernanasDoch dass es nicht ewig so weitergehen konnte, war abzusehen. Sowohl der Kirche als auch dem Königspaar Ferdinand und Isabella war der vielvölkische Sündenpfuhl Granada schon lange ein Dorn im Auge, und so begann der zehnjährige Granadische Krieg mit dem Ziel, dem islamischen Spuk ein- für allemal ein Ende zu bereiten und auch den letzten Überrest des Maurenreiches von der spanischen Landkarte zu tilgen. Im Jahr 1492 war es dann soweit: Boabdil, der letzte aus dem Geschlecht der Nasriden, übergab die Stadt schweren Herzens dem Feind, nachdem er in zähen Verhandlungen erreicht hatte, dass seinen Untertanen unnötige Repressalien und seinem geliebten Märchenschloss die Zerstörung erspart bleiben würden. Die Alhambra blieb der Nachwelt erhalten, weil sie den neuen Herrschern, so wie sie war, gefiel.

In den nun folgenden Jahrhunderten wurde der Palast zunächst immer wieder von Würdenträgern und Aristokraten bewohnt, auch die Königsfamilie zeigte gelegentlich Interesse am luxuriösen Leben in der verschwenderischen Pracht der maurischen Gemächer, und so erfuhr das alte Märchenschloss, zuletzt anlässlich der Flitterwochen Philip’s V. zu Beginn des 18. Jahrhunderts, verschiedene Umbauten, die glücklicherweise aber die Grundsubstanz dieses herrlichen Bauwerkes nicht wesentlich verändert haben.

Danach geriet das alte Gemäuer, wie so vieles in Spanien, in relative Vergessenheit und wurde immer mehr von Zigeunern, Obdachlosen, Bettlern und zeitweise sogar recht zwielichtigem Gesindel bevölkert, die alles davonschleppten, was nicht niet- und nagelfest war. Wiederentdeckt wurde der Nasridenpalast erst Anfang des 19. Jahrhunderts durch die oben erwähnten ausländischen Romantiker, also streng genommen durch den Tourismus (ebenfalls wie so vieles in Spanien) – allen voran durch den Amerikaner Washington Irving, der sich längere Zeit, quasi als erster Tourist mit Vollpension, in der Alhambra einmietete und die zauberhafte Atmosphäre des Traumschlosses so beschreib:

„Der eigentliche Reiz dieses alten, versonnenen Palastes liegt in seiner Macht, verschwommene Träume und Bilder der Vergangenheit in uns wachzurufen, und auf diese Weise die nüchterne Wirklichkeit mit den Illusionen der Erinnerung und Imagination zu umhüllen.“

alhambra05-generalifeUnd tatsächlich – hier kann man sie sich vorstellen, die Märchen, Sagen und Anekdoten, die Irving in seinen Erzählungen von der Alhambra festgehalten hat. Bilder scheinen lebendig zu werden, man sieht sie beinahe greifbar vor sich: Den Herrscher und sein Gefolge, edle Gäste, Tänzerinnen, Märchenerzähler und Lautenspieler, vornehme Damen und maurische Prinzessinen, in kostbare Gewänder gehüllt, auf Balkonen und in Fensternischen sitzend, in kunstvolle Handarbeit oder das Lesen von Gedichten vertieft. Aber auch geheimnisvolles Tuscheln, Verschwörungen und Haremsintrigen, oder gar den blutigen Verrat an den Abencerragen, einer mit den Nasriden konkurrierenden Adelsfamilie, die König Abul Hassan aus Angst vor einem Umsturz heimtückisch ermorden liess, und deren abgeschlagene Häupter der Überlieferung nach gleich dutzendweise in das flache Becken des Saales, der seither deren Namen trägt, geworfen wurden, wo sie „… die Wasser des Löwenhofes dunkelrot färbten“.

Von all diesen Stimmungen und Traumbildern allerdings bekommt der normale Tourist bei einer der üblichen Pauschalreisen, Städtereisen oder Führungen durch die Alhambra nicht viel mit. Wenn Sie romantisch veranlagt und nicht unbedingt in Eile sind, sollten Sie sich etwas Zeit nehmen für dieses faszinierende Bauwerk und von der Möglichkeit einer nächtlichen Besichtigung des Palastbereiches Gebrauch machen. Den Rest dieser riesigen Anlage können Sie sich, vorher oder nachher, in aller Ruhe tagsüber zu Gemüte führen, denn die zeitliche Beschränkung gilt nur für den eigentlichen Königspalast. Das übrige Gelände, inklusive der Gartenanlagen des Generalife, dürfen Sie durchwandern und durchstreifen, wann immer und solange Sie Lust dazu haben.

Auf eine ausführliche Beschreibung der Alhambra verzichte ich hier ganz bewusst, denn davon gibt es schon mehr als genug – gute wie auch schlechte, und die können Sie ausserdem in jedem besseren Reiseführer nachlesen. Für eingehendere Studien und Vorab-Information empfehle ich Ihnen stattdessen dringend drei unbedingt lesenswerte Bücher, die Ihnen alles, was die Alhambra betrifft, unter den verschiedensten Aspekten schon im Vorfeld näher bringen:

Erzählungen von der Alhambra
– Washington Irving (Sanchez / Granada 1988)
- ein absolutes MUSS für alle, die den Zauber und die geheimnisvolle Atmosphäre der Alhambra wirklich erfassen wollen. Irvings 1832 im amerikanischen Original veröffentlichte Erzählungen erschienen kurioserweise auf Deutsch erstmals bei dem o.g. spanischen Verlag. Möglicherweise hat inzwischen ein deutscher Verleger nachgezogen. Fragen Sie Ihren Buchhändler oder googlen Sie im Internet.

Die Alhambra
– Oleg Grabar (DuMont / Köln 1981)
- das Standard-Werk eines Harvard-Professors für Archäologie mit Background-Infos zu Geschichte, Entstehung, Architektur und Bedeutung des Alhambra-Komplexes. Wissenschaftlich fundiert, aber verständlich auch für Normalsterbliche.

Halbmond über Granada – Hermann Schreiber (Lübbe / Berg.-Gladbach 1980)
- die ausführliche Geschichte der fast 800-jährigen Maurenherrschaft in Spanien. Eigentlich ein hervorragend recherchiertes modernes Geschichtsbuch, aber so interessant und packend geschrieben, dass es sich liest wie ein Roman.

Wenn Sie diese Bücher gelesen haben, können Sie die Vorfreude auf die geplante Reise nach Granada so richtig geniessen – und wissen vermutlich mehr über die Stadt und ihre berühmte Rote Burg als jeder Fremdenführer, der in der Regel sowieso nur die offiziell gültigen, ewig gleichen und x-mal vorgekauten Standard-Halbwahrheiten herunterleiert, die teilweise aus Zeiten stammen, als die katholische Kirche noch krampfhaft bemüht war, das - eigentlich unleugbare - maurische Erbe Spaniens als peinlichen Schandfleck unter den muffigen Teppich ihrer einseitigen Geschichtsschreibung zu kehren.

20.10.2010 Rolf Möhring, Andalusien-Kenner und webmaster www.promolasvillas.de


Video zu Malta (Spirit of Malta)

Abgelegt unter: Malta - Veröffentlicht um 03:42 am 19. September 2010


Video zur Insel Malta - Coole Musik und einfach sehenswert!


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