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Die höchsten Wasserfälle der Erde

Abgelegt unter: Sehenswürdigkeiten - Veröffentlicht um 04:58 am 14. Mai 2009

Wasserfälle weltweitAngelfall in Venezuela

Der Angel Fall in Venezuela ist mit knapp 1.000 Metern Fallhöhe der höchste Wasserfall der Welt. Dieses beeindruckende Naturschauspiel befindet sich im Nationalpark Canaima, welcher zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört. Entdeckt wurde dieser Wasserfall im Jahre 1933 von dem Buschpiloten James Crawford (genannt Jimmy) Angel und auch nach diesem benannt. Während eines Rundfluges entdeckte dieser den bis zu der Zeit unbekannten Wasserfall unter sich. Der Wasserfall stürzt von einem 2.400 Meter hohen Tafelberg in die Tiefe; einer von mehr als 100 in dieser Savannengegend Venezuelas befindlichen Tafelbergen. Das Gebiet rund um den Angel Fall ist die meistbesuchte Touristenattraktion im südamerikanischen Land Venezuela. Die Gegend wird häufig von heftigen Regenfällen und schweren Gewittern heimgesucht - aus diesen Wassermengen wird der höchste Wasserfall der Welt gespeist.

Tugelafälle in Südafrika

Mit einer Fallhöhe von 948 Metern sind die Tugelafälle in Südafrika die zweithöchsten Wasserfälle der Welt. Sie befinden sich im Royal Natal National Park und werden vom Fluß Tugela gespeist. Dieser entspringt in den Drakensbergen und mündet nach 502 Kilometern nördlich von Durban in den Indischen Ozean. Die Tugelafälle stürzen über insgesamt fünf Stufen in die Tiefe, wobei die erste Stufe im Winter häufig gefriert. Oberhalb des Wasserfalls befindet sich ein interessantes Amphitheater, welches bequem über zwei Kletterleitern zu erreichen ist. Von hier hat man einen atemberaubenden Blick auf die Tulegafälle.

Yosemitefälle in den USA

Die Yosemitefälle in Nordamerika (Kalifornien) zählen zu den drittgrößten Wasserfällen der Welt. Dieser Wasserfall, der landschaftlich wunderschön in den Sierra Nevadas liegt, besteht aus drei Stufen und ist insgesamt 739 Meter hoch. Dieser Wasserfall fällt über den so genannten “Upper Fall” etwa 435 Meter in die Tiefe und gelangt dann über kleinere Wasserfälle und Stromschnellen, den so genannten Kaskaden, in den Merced River. Vom Flußtal aus führt ein etwa fünf Kilometer langer und recht beschwerlicher Wanderweg bis zum oberen Ende des Wasserfalls. Im Spätsommer fließt teilweise recht wenig oder auch gar kein Wasser über die Yosemitefälle.

Kukenaamfall in Venezuela

Mit einer Höhe von insgesamt 610 Metern ist der Kukenaamfall im Bergland von Guayana in Venezuela der vierthöchste Wasserfall der Welt. Er stürzt ebenso wie der weitaus bekanntere Angelfall von den Tafelbergen in die Tiefe. Diese so genannten Tepuis werden bis zu 2.700 Meter hoch und sind charakteristisch für den Caaima-Nationalpark im Südosten von Venezuela. Diese aus Sandstein bestehenden Berge bieten auf ihren Hochplateaus zum Einen eine beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt; zum Anderen einen traumhaften Ausblick auf die atemberaubende Landschaft und somit auch auf die Wasserfälle.

Sutherland in Neuseeland

Der Sutherland Wasserfall in Neuseeland galt lange Zeit als höchster Wasserfall der Welt, ist jedoch mit einer Höhe von 580 Metern nur der fünfthöchste Wasserfall unserer Erde. Er befindet sich auf der Südinsel inmittel des Fjordland-Nationalparks. Unbeschreiblich und von vielen Touristen gerne genutzt ist ein Rundflug über dieses beeindruckende Naturschauspiel; zum Beispiel von Queenstown aus.
Zum Sutherland Wasserfall gelangt man aber auch über den wohl bekanntesten Wanderweg des Landes, dem Milford Track. Diese 53 Kilometer lange Strecke führt über Hängebrücken, Holzstege und einen Bergpaß. Auf dieser Strecke erwarten den Wanderer herrliche Ausblicke auf schöne Täler, vorbei an traumhaften Seen. Geführte Touren dauern etwa fünf Tage, wobei man in privaten Lounges übernachten kann. Campen ist hier nämlich strengstens untersagt.

Foto: James Scully - Fotolia.com


Skurille Urlaubsfotos

Abgelegt unter: Sehenswürdigkeiten - Veröffentlicht um 01:26 am 13. Mai 2009

Die sueddeutsche.de hat schon vor etwas längerer Zeit Skurrile Urlaubsfotos auf ihrem Portal veröffentlicht. Sind teilweise wirklich ganz lustige Fotos dabei. Vorbeischauen lohnt sich.


Matt Harding - Wer kennt ihn nicht?

Abgelegt unter: Sehenswürdigkeiten - Veröffentlicht um 17:33 am 12. Mai 2009

War gerade erstaunt das Matt Harding in meinem Bekanntenkreis immer noch so unbekannt ist ;-)

Hier gibt es noch einige Infos zu “Where The Hell Is Matt?” von Wikipedia.


Sehenswürdigkeiten in der Schweiz

Abgelegt unter: Neues zur Seite - Veröffentlicht um 00:26 am

Wir haben jetzt nun auch die Sehenswürdigkeiten in der Schweiz zusammengefasst und beschrieben:

Rheinfall in Schaffhausen
Matterhorn
Verkehrshaus in Luzern
Eiger-Nordwand
Bellevue in Zürich
Eisgrotte auf dem Mittelallalin
Kronenhalle in Zürich
Internationales Uhrenmuseum in La Chaux-de-Fonds
Stiftsbibliothek in St.Gallen

Wenn eine Sehenswürdigkeit zur Schweiz fehlen sollte gebt uns bitte Bescheid.


Europas größter Nationalpark

Abgelegt unter: Europa - Veröffentlicht um 04:57 am 11. Mai 2009

Der in Europa größte Nationalpark mit etwa 13.000 Quadratkilometer befindet sich in Island: Vatnajökull Nationalpark. Hier gibt es weitere Informationen zum Nationalpark:

Informationen von T-Online.de

Informationen von welt.de
Offizielle Seite zum Nationalpark Vatnajökull


Die schönsten Bahnstrecken weltweit

Abgelegt unter: Sehenswürdigkeiten - Veröffentlicht um 00:47 am 9. Mai 2009

Die schönsten BahnstreckenEin Hauch von Nostalgie fährt mit auf den schönsten Bahnstrecken der Welt. War der Bau dieser Eisenbahnnetze einst eine Notwendigkeit, so ist der Betrieb heute der Inbegriff von Luxus. In den Zügen, die die Menschen früher mit Nahrungsmittel und Brennstoffe versorgte, wird heute Champagner serviert.

Orient-Express

Der Orient-Express ist ein gutes Beispiel für den Wandel der Zeit. Während seiner Einführung im Jahre 1883 diente er dazu, die Nationen zu verbinden. Fast 50 Jahre brachte er Passagiere kreuz und quer durch Europa. Mit dem Bau der ersten Flugzeuge begann das Ende für den Zug. Immer mehr Fluglinien nahmen in Europa Liniendienste auf. Die langsame Zugfahrt war aus der Mode gekommen. Im zweiten Weltkrieg dienten, die zum Teil heruntergekommenen Waggons dem Bombentransport. Die Alliierten sicherten dank seiner Hilfe den Nachschub an Waffen. Ohne Glanz und zum Teil zerbombt kam das Aus führ den Orient-Express. Nichts war mehr zu spüren von Nostalgie und der Zug wurde nur noch in Verbindung gebracht mit dem Roman von Agatha Christie. Erst der Engländer James B. Sherwood erweckte den Zug wieder zum Leben. Er restaurierte die Waggons und machte aus ihm ein Luxus-Transportmittel, dass heute zahlungskräftige Kundschaft durch Europa kutschiert. Eine Reise mit dem Orient-Express ist heute in fast jedem Reisebüro buchbar. Sherwood war vom Erfolg und der Wiedergeburt des Orient-Express begeistert und wie besessen suchte er nach weiteren Zügen.

Great South Pacific Express

In Australien wurde er fündig und begann mit der aufwendigen Restauration des „Great South Pacific Express“. Die Arbeiten verschlangen für jeden Waggon 1 Million australische Dollar. Doch den maximal 132 Passagieren an Bord, wird Luxus pur geboten. Jedes Abteil ist mit Edelholz verarbeitet und egal ob Hummer oder gebratenes Kängurufleisch, im Bordrestaurant wird alles serviert, was teuer ist. Auch exklusive Ausflüge, wie Helikopter-Touren zum Great Barrier Reef stehen auf dem Programm. Der Zug bedient eine 1680 Kilometer lange Strecke zwischen Cairns und Brisbane Zwei Dieselloks ziehen den 60 km/h schnellen Zug durch den Osten Australiens. Eine Reise mit ihm ist kostspielig und kann je nach Leistung einige tausend Euro betragen. Hinzu kommen noch die nicht unerheblichen Flugkosten. Wer das nötige Kleingeld hat, kann eine Reise mit dem „Great South Pacific Express“ problemlos im Internet buchen.

Transsibirische Eisenbahn

Transsibirische Eisenbahn

Es gibt auch preiswertere Varianten um auf den schönsten Zugstrecken der Welt zu reisen. Eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn zum Beispiel. Die gesamte Strecke ist geschichtsreich und voller Faszination. 1883 wurde die erste Teilstrecke gebaut. Zar Nikolaus der I. veranlasste den Bau um St. Petersburg mit seiner Sommerresidenz Schloss Zarskojeselo zu verbinden. Im Laufe der Jahre wurden einige Strecken
erweitert. Erst Zar Alexander der III. entschied sich für den Weiterbau. Fasziniert von dem Gedanken das russische Imperium mit einer Eisenbahnlinie zu durchkreuzen, veranlasste er den Bau gleich an zwei Seiten. Zunächst wurde in Wladiwostock begonnen und 1892 auch in Tscheljabinsk am Ural. An immer mehr Bauabschnitten wurde gleichzeitig gearbeitet und das unter widrigsten Bedingungen. In Spitzenzeiten bauten 90 000 Arbeiter an der Trasse. Pünktlich zur Jahrhundertwende hatte die Eisenbahn den Baikalsee erreicht und von dort aus baute man 4 Jahre später noch eine Umfahrungsstrecke. Heute umfasst das Schienennetz der Transsibirischen Eisenbahn 9297 Kilometer. Die gesamte Strecke ist elektrifiziert und eine Teilstücke sind sogar 4-gleisig. Die Kilometrierung beginnt im Bahnhof „Jaroslaw“ in Moskau und endet in Wladiwostock. Wer die gesamte Strecke zurücklegt, passiert sieben Zeitzonen. Mit dem Jetlag hat man allerdings nicht zu kämpfen, da die Umstellung mit und mit erfolgt. Eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn stellt heute kaum noch große Hindernisse dar. Allerdings empfiehlt sich eine Pauschalreise, da einige Etappen visapflichtig sind. Bei Gruppenreisen kümmert sich der Reiseveranstalter vorab um alle notwendigen Visa. Wer individuell reist, sollte sich vor Beginn der Reise um erforderliche Dokumente kümmern.

Darjeeling Express

Wer die schönsten Bahnstrecken der Welt ruhig und besonnen genießen will, der sollte mit dem „Darjeeling Express“ fahren. Allerdings sollte man für die Fahrt im „Queens of the Hills“, wie der Zug liebevoll genannt wird, schwindelfrei sein. Er macht seinem Namen alle Ehre und bewältigt für seine 10 stündige Reise über 2000 Höhenmeter. Immerhin muss der „Darjeeling Express“ hinauf auf die höchstgelegene Bahnstation Asiens in Ghum. Eine Fahrt mit diesem legendären Zug, der übrigens 1999 zum Weltkulturerbe erklärt wurde ist voller Abenteuer. Pünktlich ist der Zug sowieso nie, allerdings klingen die Gründe für die Verspätung unglaublich. Bei mindestens jeder zweiten Bergfahrt entgleist ein Wagon. Da die mangelnde Infrastruktur schnelle Hilfe unmöglich macht, müssen die Passagiere oft Kilometerweite Fußmärsche in Kauf nehmen um weitertransportiert zu werden. Auch das Wetter macht der Bahn zu schaffen. Die dauernden Monsune zehren an der Substanz der Züge und viele Loks mussten bereits verschrottet werden. Auch der Kohlenklau hat den Zug schon an der Weiterfahrt gehindert, weil erst neuer Brennstoff beschafft werden musste. Eine Fahrt mit dem „Darjeeling-Express“ ist das richtige für Abenteurer. Neben den vielen Teeplantagen passiert der Zug 554 Brücken und 873 Kurven. Im Internet findet man einige Reiseangebote, aber individuell lässt sich diese Bahnstrecke am besten bereisen.

Rocky Mountaineer

Auch Kanada ist bekannt für seine traditionsreichen Bahnstrecken, die einem einen atemberaubenden Blick auf die Rocky Mountains bieten. Der „Rocky Mountaineer“ ist heute der einzige Zug, der noch durch den Banff-National-Park fährt. Der Bau der Zugstrecke, die die Rocky Mountains bezwang begann schon 1878. Allerdings fand man erst 4 Jahre später einen gangbaren Weg durch dieses schier unüberwindliche Gebirge. Heere von Arbeiter schufteten Tag und Nacht an einer Pass-Strecke. Der Bau war mit endlosen Strapazen verbunden und hunderte Arbeiter verloren ihr Leben. Noch heute erinnern einzelne Abschnitte daran, wie zum Beispiel der „Calamity Tunnel“ (Unglückstunnel), das „Hell´s Gate“ (Höllentor) und die Selbstmord-Stromschnellen „Suicide Rapids“. Heute verkehrt der Zug noch auf drei Strecken. Von Mai bis Oktober werden Passagiere mit Hotelübernachtungen durch die Rocky Mountains gebracht. Inklusive Übernachtung dauert die Fahrt zwei Tage. Die steilen Routen sind längst entschärft und das heutzutage ein Zug entgleist ist unwahrscheinlich. Die „Yellowhead-Route“ führt von Vancouver nach Jasper. Die „Fraser Discovery Route“ verbindet Whistler mit Jasper und von Vancouver über Banff nach Calgary geht es mit der „Kicking Hourse Route“. Eine Reise mit dem „Rocky Mountaineer“ ist in jedem guten Reisebüro buchbar. Viele Nordamerikaspezialisten bieten zur Zugfahrt noch eine ganze Reihe Zusatzangebote an.

Glacier-Express

Glacier-Express

Man muss nicht unbedingt weit reisen, um auf den schönsten Bahnstrecken der Welt zu reisen. Den „Glacier-Express“ kann man fast vor der Türe besteigen. Einem Niederländer ist es zu verdanken, dass die Schweiz heute über dieses Schienennetz verfügt. Willem Jan Holsboer kam mit seiner Lungenkranken Frau nach Davos und setzte sich unermüdlich für die Schaffung eines Eisenbahnnetzes ein. Sein Durchhalten wurde belohnt und 1890 war die erste Teilstrecke fertiggestellt. Heute verbindet der „Glacier-Express“ St. Moritz im Oberengadin mit Zermatt am Fuße des Matterhorns. Der Zug rollt unermüdlich und kämpft sich durch die Schweizer Bergwelt. Der Name „Glacier-Express“ bedeutet „Gletscher-Express“ und wurde in Anlehnung daran geschaffen, das er oft monatelang durch schneebedecktes Gelände rollt. Eine Fahrt mit dem „Glacier-Express“ führt vorbei an etlichen Brücken, Viadukten und durch lange Tunnel. Das Ende der Fahrt ist allerdings trist und endet in einer dunklen Halle. Doch dieser hässliche Bau erfüllt seinen Zweck und schützt den Zug und die Reisenden vor Lawinen. Viele Reiseunternehmen bieten Fahrten mit dem „Glacier-Express“ an. Zur eigentlichen Zugfahrt können eine ganze Reihe Zusatzleistungen, wie Hotelübernachtung oder Fluganreise gebucht werden.

Fotos: Roman Schneider - sixtus - MTC Media - Fotolia.com


Fotogalerie zu Peking in China

Abgelegt unter: China - Veröffentlicht um 04:52 am 8. Mai 2009

Hier einige Fotos von unserem Urlaub in Peking (Beijing). Wir haben die verbotene Stadt und den Platz des himmlischen Friedens besucht…

Eine Verwendung oder Veröffentlichung der Fotos von Peking (China) ist nur mit schriftlicher Genehmigung möglich!


Sehenswerte Bäume

Abgelegt unter: Sehenswürdigkeiten - Veröffentlicht um 15:09 am 7. Mai 2009

Bin gerade bei meiner Recherche nach weiteren Sehenswürdigkeiten auf folgenden Wikipedia-Artikel gestoßen: Markante und alte Baumexemplare. Wirklich interessante Fakten zu Bäumen auf der ganzen Welt. Der Baum als Sehenswürdigkeit ;-)

Methuselah – ältester lebender Baum der Welt
Hyperion – höchster Baum der Welt (115,55 m)
General Sherman Tree – größter Baum der Welt (1489 m³ Volumen)
Árbol del Tule – dickster Baum der Welt


Von überall nach Santiago de Compostela

Abgelegt unter: Spanien - Veröffentlicht um 14:22 am

JakobswegEs führen nicht nur sprichwörtlich alle Wege nach Rom, sondern tatsächlich beginnt der Jakobsweg immer dort, wo sich der Pilgerwillige gerade befindet. Der Jakobsweg hat einen definierten Endpunkt, jedoch unzählige Anfänge: In Italien, Österreich und der Schweiz, Deutschland, Tschechien und den Benelux-Staaten, sowie in England, Frankreich, Portugal und natürlich in Spanien selbst starten Wege, die alle nur ein Ziel haben: Santiago de Compostela. Die dazwischen liegenden, jeweiligen Routen und Sehenswürdigkeiten könnten abwechslungsreicher und zauberhafter kaum sein. Der klassischste Weg innerhalb Spaniens ist der Camino Francés. Er beginnt innerhalb Spaniens in den beiden nordöstlich gelegenen größeren Städtchen Jaca (Somport-Aragón) und Roncesvalles-Navarra (Saint Jean Pied de Port), weiter nach Pamplona, führt beide Wege nach Puenta la Reina, dann über Logroño und Burgos, León, Astorga und Ponferrada bis nach Santiago de Compostela. Allein auf dieser ca. 800 Kilometer langen Strecke findet der Pilgerer zahlreiche atemberaubende Sehenswürdigkeiten und Landschaften. Eine Erkundigung, wie weit die einzelnen Etappen sind und mit welchen Höhenmetern oder sonstigen Anstrengungen zu rechnen ist, sowie eine realistische Einschätzung, was man selbst tatsächlich zu leisten imstande ist, sollte unbedingt vorab erfolgen.

Zu Beginn einer geplanten Pilgerreise sollten ein paar Dinge beachtet werden: Die zu bewältigenden Steigungen sind nicht immer mit einem bequemen Spazier- oder Wanderweg vergleichbar. Mitunter sind einige Höhenmeter zu überwinden. Über eine entsprechende Kondition, Erfahrung und Ausrüstung sollte der Pilgerer also durchaus verfügen. Je nach Jahreszeit sollte neben dem benötigten Proviant unbedingt ein ausreichender Vorrat an Wasser mitgeführt werden. Auch an Sonnen-, Wind- und Regenschutz sollte unbedingt gedacht werden. Schmerzende Füße und Beine werden möglicherweise immer mal wieder dazu verlocken, Teilstrecken mit einem Bus zurücklegen zu wollen. Auf jeden Fall sollten ein paar Medikamente und Verbandszeug im Reisegepäck vorhanden sein. Wer die Pilgerreise nicht einfach nur aus einem Grundbedürfnis heraus für sich selbst machen, sondern die bezwungene Strecke anschließend wem auch immer nachweisen möchte, kann eine Registrierung an einer der offiziellen Stationen des Jakobswegs vornehmen lassen. Hierzu erhält der Pilgerer eine Jakobsmuschel ausgehändigt, die während der Reise als eine Art Erkennungszeichen dient. Außerdem erhält er seinen Pilger-Pass, den „Credencial de peregrino“, in dem alle Etappen-Ziele eingetragen und abgestempelt werden können. Entsprechende Stempel hat jede Kirche, Herberge und Bar. Dieser Pass wird ebenfalls benötigt, um in den Pilger-Herbergen ein Bett zu bekommen. Der Pilgerpass kann auch vorab bei diversen Jakobs-Gesellschaften in Deutschland gegen eine Spende angefordert werden. Ebenso ist er in den Herbergen von Roncesvalles, Saint Jean Pied de Port, Pamplona, Burgos und León erhältlich.

JakobswegNach erfolgreicher Absolvierung des Jakobswegs erhält der Pilgerer in Santiago de Compostela seine Pilger-Urkunde, die auf lateinisch verfasste „La Compostela“. Diese wird im Pilger-Büro des Domkapitels in der Kathedrale von Santiago de Compostela ausgestellt. Der Pilgerer erhält sie jedoch nur, wenn er nachweisen kann, dass er die letzten 100 Kilometer zu Fuß zurückgelegt hat. Hilfsweise darf er auch die letzten 200 Kilometer auf einem Pferd oder Fahrrad bewältigt haben. Wer es bis zu diesem Punkt geschafft hat, ist durch die Pyrenäen gepilgert, hat Wüsten, Einöden und üppigste Vegetation bereist, kam durch das berühmte spanische Weingebiet Rioja sowie unzählige urige Dörfer und beschauliche Städte. Er passierte das „Cruz de Ferro“ bzw. „Cruz de Hierro“; ein Eisenkreuz, das auf einem ca. fünf Meter hohen Holzmast befestigt ist. Das „Cruz de Ferro“ befindet sich in den Montes de León, an dem höchsten Punkt des Jakobswegs in Spanien, am Monte Irago. Um den Mast herum liegen Tausende von Steinen. Der gläubige Pilger nimmt von Zuhause einen Stein mit, den er hier als Symbol für das Ablegen von Schuld und Sünde am Kreuz niederlegt. Hierbei handelt es sich zwar nicht um einen ursprünglich christlichen Brauch, die Menge der Steine spricht jedoch auf ihre Weise Bände.

Die Übernachtung in einer Pilger-Herberge kostet circa 5,00 Euro. Allerdings sind die Herbergen meist schnell ausgebucht, so dass auf private Herbergen oder Hotels ausgewichen werden muss. Die angebotenen Pilgermenüs sind etwas teurer als die Übernachtung selbst. Je höher die jeweiligen Tagestemperaturen sind, desto mehr Wasser wird für den Verzehr benötigt. Dieses muss dem entsprechend, neben dem benötigten Gepäck mitgeschleppt werden. Es bietet sich also an, sich für eine Jahreszeit zu entscheiden, die nicht allzu hohe Temperaturen bietet. April und Mai sind somit, auch aufgrund ihrer geringen Regenwahrscheinlichkeit, die angenehmsten Monate. Wer den Jakobsweg, oder zumindest einen nennenswerten Teil davon, begangen hat, sammelte auf dieser Reise zahlreiche unvergleichliche Eindrücke und lernte seine eigenen Grenzen sehr genau kennen. Er hat spätestens auf dieser Reise unter einfachsten Bedingungen gelernt, wie bereichernd Verzicht sein kann und was Miteinander wirklich bedeutet. Und er traf unzählige Menschen: Als Gastgeber, Wegbegleiter und vielleicht sogar ein paar Freunde fürs Leben.

Fotos: Jakob Jeske - Torsten Balzer - Fotolia.com


Mit SCHOTT um die Welt

Abgelegt unter: Sehenswürdigkeiten - Veröffentlicht um 01:30 am 4. Mai 2009

Heute ist mir ein Reiseführer vom Baedeker-Verlag zu dem Industrieunternehmen Schott in die Hände geraten und war ganz erstaunt. Weitere Informationen gibt es unter 125 Jahre, 125 Ziele. Kennt jemand noch andere Reiseführer dieser Art?


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