Berlin ist eine Weltstadt mit Herz. Neben dem großstädtischen Flair hat sich diese Stadt auch ein klein wenig dörflichen Charakter erhalten. Die Berliner haben auch ihren eigenen Charme. Jahrhundertelang Haupt- und Residenzstadt haben ihren Stempel aufgedrückt. Und Berlin hat einiges als Sehenswürdigkeiten zu bieten. Hier sind die zehn bekanntesten Sehenswürdigkeiten:
Der Reichstag wurde 1884-1894 gebaut und war von da an Sitz des deutschen Parlamentes bis 1933. Nach dem Reichtagsbrand in 1933 wurde das Gebäude nur notdürftig repariert und im Krieg noch weiter stark beschädigt. Seit 1999 sitzt hier der Bundestag. Der Reichstag wurde aufwendig renoviert und mit einer Besucherkuppel versehen, von der man nicht nur die Volksvertreter sehen kann, sondern auch einen schönen Blick auf den Tiergarten und die nähere Umgebung hat. Besucher können darüber hinaus auch auf der Dachterrasse des Reichtages die schöne Aussicht genießen. Auch andere Gebäude der Regierung, darunter das Bundeskanzlerhaus stehen für Besucher offen.
Das Brandenburger Tor ist das Wahrzeichen der Stadt Berlin und auch ein Symbol für Deutschland, das in der ganzen Welt Berühmtheit erlangte. Von 1788 bis 1791 erbaut wurde es bereits im 18. Jahrhundert gefeiert. Von hier aus führt die ehemalige Prachtstraße Unter den Linden nach Osten. Zur Zeit der deutschen Teilung befand sich hier auch die Grenze zwischen Ost-und Westberlin. Von dieser Teilung und der Mauer sieht man hier heute nichts mehr. Das Gebiet um das Brandenburger Tor hat sich seit dem Mauerfall wieder zu einem mondänen Viertel entwickelt, was sich vor allem durch das Hotel Adlon bemerkbar macht. Vom Brandenburger Tor aus kann man die Straße Unter den Linden erkunden, an der sich in den letzten zehn Jahren immer mehr Geschäfte niedergelassen haben. Am Tor selber finden sehr häufig Veranstaltungen statt.
Die Hackeschen Höfe liegen in Spandau, unweit des Alexanderplatzes. Dieses Viertel wurde Mitte des 18. Jahrhunderts richtig erschlossen und der Hackesche Markt gegründet. Vor allem Juden lebten hier. Im 19. Jahrhundert wurde das Viertel zum sozialen Brennpunkt, da sich hier immer mehr sozial schwache Familien niederließen. Es entstanden die typischen Mietkasernen, die ein billiges Wohnen ermöglichten. Anfang des 20. Jahrhunderts nahmen sich verschiedene Architekten des Viertels an und formten es kunstvoll um. Vor allem die im Jugendstil gehaltenen Hinterhöfe sind ein Meisterwerk, das einen Ausflug hierhin lohnt. Die Fassaden sind heute sehr schön renoviert und in den Höfen sind überall kleine Handwerksläden, in denen man bummeln und Souvenirs kaufen kann. In den Höfen selber kann man sich natürlich bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Bier wunderbar entspannen.
Die Museumsinsel ist ein Komplex verschiedener Museen mit Weltruf. Im 19. Jahrhundert angelegt, wurde die Insel im zweiten Weltkrieg stark zerstört und die Sammlungen ausgelagert. Seit 1999 ist der Komplex UNESCO-Welterbestätte und wird gerade umgebaut. 2013 wird der Umbau fertig sein. Die ausgestellten Sammlungen an Kunstwerken wie das Ishtar-Tor, die Nofretete und das Stadttor von Milet sind Kunstschätze von Weltrang.
Der Dom ist der einzige Rest des großen Komplexes des Berliner Stadtschlosses, das ja wieder rekonstruiert werden soll. 1894-1905 gebaut war der evangelische Dom die Hauptkirche des preußischen Reiches. Auch der Dom wurde während des Krieges stark beschädigt, aber wieder in Stand gesetzt. Heute finden hier wieder Gottesdienste und auch Staatsakte statt. In der Gruft des Doms sind die Familienmitglieder der Hohenzollern beigesetzt.
Der Fernsehturm und Alexanderplatz sind das Zentrum des ehemaligen Ostberlins. Besonders bekannt ist der Platz wegen seiner Weltzeituhr. Der Fernsehturm ist 1965 gebaut worden und mit 368m Deutschlands höchstes Gebäude. Von hier aus hat man eine grandiose Aussicht über die Fläche Berlins.
Der Checkpoint Charlie sowie ein kleines Teilstück der Mauer sind die letzten Reste der ehemaligen Grenzanlagen zwischen Ost und West. Er war der bekannteste Grenzübergang und Synonym für die deutsche Teilung. Nach dem Mauerfall hat man hier ein kleines Stück dieser Teilung stehen lassen, um es als Museum der Nachwelt zu erhalten.
Das Nikolaiviertel ist die „Altstadt“ der Stadt Berlin, das ehemalige Cölln. Hier finden sich noch fast enge Gassen, die an die alten Zeiten erinnern. Berlins ältestes Gasthaus findet sich hier genauso wie die Nikolaikirche, die dem Viertel den Namen gegeben hat. Das Viertel wird begrenzt durch das Rote Rathaus, den Sitz des Berliner Senats und des Regierenden Bürgermeisters. Das Nikolaiviertel ist besonders gegen Abend besonders reizvoll, wenn man hier flanieren, etwas essen oder trinken gehen kann.
Im Zoologischen Garten kann man sich wunderbar entspannen. Der 1844 gegründete und damit älteste deutsche Zoo hat sich bis heute zum artenreichsten Zoo der Welt entwickelt. Auf insgesamt 35 ha leben derzeit knapp 16000 Tiere. Besucher können hier fast alle Arten von Säugetieren und Vögeln besichtigen. Der Zoo beherbergt auch sehr seltene Tierarten und hat auf dem Gebiet der zoologischen Forschung großes Ansehen in der Welt. Seit der Geburt von Knut im Jahre 2006 hat er sich zu einem Besuchermagneten entwickelt.
Der Kurfürstendamm ist die Einkaufs- und Flaniermeile des ehemaligen Westberlins. Hier finden sich viele Restaurants, Bars und auch Boutiquen, die zum Shoppen einladen. Direkt am Kurfürstendamm, der sich über drei Kilometer durch Berlin zieht, steht auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und das Europahaus. Die Straße wurde im 17. Jahrhundert befestigt und diente als Anfahrtsweg an das Berliner Stadtschloss der preußischen Könige. Neben Shoppen und Essen kann man hier auch spät abends wunderbar ausgehen, da sich hier auch viele Bars und Diskotheken befinden.
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