„Das läuft ja alles wie am Schnürchen“ könnte man denken, wenn man als Tourist in der Hansestadt Hannover eintrudelt. Seit nunmehr 39 Jahren schmückt eine, mit roter Farbe, durchgezogene Linie, die Gehwege und Straßen Hannovers. Die Werbekampagne aus dem Jahre 1971 hat ihren Zweck erfüllt, dass schnöde, langweilige Image der Stadt aufzupäppeln und wurde darüber hinaus bis heute beibehalten. Da der Streifen aufgrund der Witterungsverhältnisse in den Wintermonaten stark mitgenommen wird, lässt die Stadt den Roten Faden von Hannover mit 70 Litern roter Farbe jedes Jahr nachpinseln. Der Faden manövriert Besucher und Einheimische angefangen an der Tourist Information, genau gegenüber dem Hauptbahnhof, auf 4,2 Kilometern an 36 Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei. Dabei passiert man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt. Heute muss man in Verbindung mit dem zehntel Marathon der Sehenswürdigkeiten eigentlich 37 Sehenswürdigkeiten nennen, denn der Rote Faden ist vor etlichen Jahren selbst zu einer Attraktion geworden und bewegt viele, als guter Grund, zu einem Städteurlaub in Hannover. Eine Broschüre, mit interessanten Informationen rund um die Stationen der Strecke und über den Roten Faden selbst, kann für drei Euro erworben werden. Das Heftchen wurde im letzten Jahr ganze 10000 Mal verkauft. Dieser Absatz, die Tatsache, dass die Broschüre in vielen verschiedenen Sprachen angeboten wird, dass es mittlerweile zwei weitere Fäden in Hannover gibt(”Maschsee-Tour” in grün, Calenberger Neustadt in blau) und dass das Konzept bereits international kopiert wird, zeugen von dem herausragenden Erfolg dieser Idee. Das oberbayrische Germering hat einen roten Faden, seit 2007 hat auch die spanische Stadt Albacete einen und in Boston gibt es den Freedom Trail, welcher ebenfalls dem Roten Faden ähnelt. Da der Faden gerade im Jahr seines 40. Geburtstages in voller Schönheit und Pracht erstrahlen soll, ist man nun dazu übergegangen eine spezielle Kunststoffmischung für die Markierung zu verwenden.
Abschließend bleibt mir nur, allen Reisehungrigen viel Spaß auf ihrer Erkundungstour durch die Hansemetropole zu wünschen und zu sagen…
„…verlieren Sie den Roten Faden nicht aus den Augen.“
Abgelegt unter: Reiseinformationen
- Veröffentlicht um 00:09 am 11. August 2010
Wer hat sich noch nicht über Verspätungen der Bahn und Fluglinien geärgert? Wahrscheinlich erging es bereits jedem einmal so, dass er aufgrund von Verspätungen Termine, einen Anschlusszug oder sogar seinen Anschlussflug verpasst hat. Viele Reisende sind sich ihrer Rechte angesichts solcher Situationen allerdings nicht bewusst und die Unternehmen nutzen dies schamlos aus. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner kritisiert die verantwortlichen Bahn-Betreiber und Fluggesellschaften vehement. „Reisende müssen besser aufgeklärt werden!“, verlangt sie. Die EU-Kommission will mithilfe einer Aufklärungskampagne Verbraucher über ihre Rechte informieren. Siim Kalas, EU-Verkehrskommissar, ist der Meinung, dass jeder Kunde auf sein Recht bestehen müsse. Gerade bei den Klassikern unter den „Aufregern“, wie etwa dem verloren gegangenen Gepäck oder dem abgesagten Flug, stünden den Passagieren weitaus mehr Rechte zu, als sie ihnen die Fluggesellschaften zugestehen. Vor allem die Gesellschaften sogenannter Billigflieger weisen die Pflicht einer Rückerstattung von Flugtickets von sich.
Mit der Reise-Check-Karte unternimmt die Bundesregierung erste Schritte in die Rechtssicherheit der gebeutelten Verbraucher. Laut Aigner seien Reisende mit der Karte auf der sicheren Seite und wüssten im Falle einer Verspätung des Zugs oder eines gestrichenen Flugs, was zu tun sei. Sollte sich die Durchsetzung der Reiserechte schwieriger gestalten oder gar so nicht möglich sein, dienen neutrale Schlichtungsstellen für eine schnelle Hilfe im öffentlichen Personenverkehr. Dass sich Fluggesellschaften an dem Konzept einer Schlichtungsstelle nicht beteiligen, sei angesichts der zahlreichen Beschwerden im Flugverkehr, sehr bedauerlich und ärgerlich.
Die Reise-Check-Karte und weitere hilfreiche Informationen zum Reiserecht sind unter Reise-Check-Karte zu finden.
Abgelegt unter: Europa
- Veröffentlicht um 23:15 am 17. Juni 2010
Innerhalb der letzten Woche gingen bei mir verstärkt E-Mails ein, die einem eine Reise nach Skandinavien schmackhaft machen wollen. Für mich Grund genug, das Urlaubsziel Skandinavien mal abzuhorchen. Das Angebot der Reiseveranstalter wächst stetig, was wohl auf das rege Interesse der Urlauber zurückzuführen ist. Doch zunächst einmal zur Definition Skandinaviens, was ist das. Eigentlich bezeichnet man unter dem Begriff streng genommen lediglich die Länder Schweden und Norwegen. In unserem Sprachgebrauch werden heute allerdings auch Dänemark, die Kimbrische Halbinsel und teilweise auch Finnland hinzugezählt. Dies liegt unter anderem an der Lage der Länder und ihrer nähe zueinander, als auch an den historischen Verstrickungen. Das in Skandinavien also genug Platz für Sehenswürdigkeiten bietet, das liegt auf der Hand. Die Geschichte verschiedener Länder, welche sich in Bauwerken und Naturgegebenheiten, aber auch durch ihre Beziehungen zueinander, widerspiegelt, ist eine hervorragende Basis für ein interessantes Reiseziel. Spätestens nach dem Eurovision Song Contest in Oslo, sind die Augen vieler sowieso auf die nordischen Regionen gerichtet. Denn während den Übertragungen und Reportagen wurde keine Gelegenheit ausgelassen, das Gastgeberland des Gesangwettstreits zu präsentieren. Das Wahrzeichen Norwegens Hauptstadt ist das Rathaus, welches als Sinnbild für die Unabhängigkeit Norwegens steht. Durch die Medien dürfte wohl jeder dieses Gebäude kennen, denn dort wird am 10. Dezember jeden Jahres der Friedensnobelpreis verliehen. Ein anderes, sehr imposantes Bauwerk aus der skandinavischen Region ist die königliche Oper in Dänemark. Es handelt sich hierbei um eine der modernsten Bühnen der Welt und ihre Architekten und Ingenieure bekamen 2008 für die herausragende Bauarchitektur der Oper einen Preis verliehen. Es gibt eine Vielzahl weiterer sehenswerter Bauwerke und Wahrzeichen in Skandinavien. Weltbekannt ist Skandinavien natürlich aber auch für seine wunderschönen Fjordlandschaften. Was Skandinavien noch alles zu bieten hat, das kann man hier auf sehenswertes-weltweit unter Norwegen, Dänemark, Finnland und Schweden entdecken. Alles was noch fehlen sollte, eurer Meinung nach aber auf jeden fall erwähnt werden muss, könnt ihr gerne als Vorschlag einreichen.
Abgelegt unter: Sehenswürdigkeiten
- Veröffentlicht um 03:40 am 15. April 2010
Wo haben wir diese Aufnahme gemacht?
Die erste richtige Antwort bekommt ein Überraschungspaket zugeschickt. Bitte bei den Kommentaren die richtige Antwort und E-Mail bzgl. der Adresse eintragen. Viel Spass beim Raten!
Abgelegt unter: Frankreich
- Veröffentlicht um 02:22 am 29. März 2010
Heute bin ich im Internet über das größte Bild, das mir je unter die Auen gekommen ist gestolpert. 26 763 Megapixel misst das monströse Panorama in dem die Stadt der Liebe eingefangen wurde. Mit dem Giganten, der aus 2346 Einzelbildern besteht, stellten die Fotografen Arnaud Frich und Martin Loyer mit ihrem Team einen neuen Rekord auf. Sie präsentieren das größte Bild der Welt. Damit stoßen Sie die seit Dezember letzten Jahres rekordgroße Stadtansicht Dresdens von ihrem Thron. Mit 1600 Einzelbildern ist der deutsche Rekordhalter nur um einige wenige hundert Megapixel kleiner als sein französischer Nachzügler.
Die Aufnahmen der pariser Kulturkulisse haben fünf Stunden gedauert, hinzu kamen einige zeitintensive Nachbearbeitungen am Computer. Bis es allerdings zum entscheidenden Moment, den Aufnahmen mit zwei 21-Megapixel-Kameras kommen konnte, wartete das Team geschlagene 16 Monate auf die optimalen Wettergegebenheiten. Doch die Arbeit hat sich gelohnt und herausgekommen ist ein Bild in der Größe von zwei Fußballfeldern.
Abgelegt unter: Neues zur Seite
- Veröffentlicht um 04:10 am 19. Februar 2010
Unter “Sehenswürdigkeiten in Irland” und “Sehenswürdigkeiten in Tschechien” haben wir weitere Sehenswürdigkeiten eingetragen. Wir sind für weitere Vorschläge natürlich offen. Vielleicht interessiert euch ein besonderes Land mit weiteren Sehenswürdigkeiten. Gebt einfach bei den Kommentaren einen Vorschlag ab. Wir werden das dann versuchen zu berücksichtigen.
Auch möchten wir hiermit auf die Seite “Sehenswürdigkeiten in Deutschland” hinweisen. Dort gibt es eine umfangreiche Übersicht der bekanntesten Sehenswürdigkeiten bundesweit, sortiert nach Bundesländer. Viel Spass beim stöbern
Abgelegt unter: USA
- Veröffentlicht um 04:10 am 31. Januar 2010
Video zur Golden Gate Bridge in San Francisco. Ich bin erst vor ein paar Tagen von Sausalito über die Golden Gate Bridge nach Downton SF gelaufen. Ganz nett, allerdings ist der Verkehr über die Brücke ziemlich heftig und man läuft wirklich fast 3 Kilometer an einer sechsspurigen Autobahn entlang.
Abgelegt unter: Deutschland
- Veröffentlicht um 05:23 am 24. Januar 2010
Die idyllische Stadt am Mittelrhein, welche sich zum Landkreis Mainz-Bingen zuordnen lässt, befindet sich im Osten des Bundeslandes Rheinland-Pfalz und liegt an der Grenze zu Hessen. Am 1. Januar 2010 zählten die acht Stadtteile Bingens, laut Strukturdaten der stadteigenen Internetpräsenz, 25.820 Einwohner. Die geografisch günstige Lage machten sich bereits die Römer und später auch französische Revolutionstruppen und Besetzer zu Nutze. Danach und bis zur Gründung des Deutschen Reiches, fungierte Bingen als Grenzstadt zwischen der Rheinprovinz des preußischen Königreichs und dem Großherzogtum Hessen. Zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Stadt, welche einen nachhaltigen Einfluss auf sie hatten, gehörte neben Hildegard von Bingen, der heiligen Berta und Bartholomäus Holzhauser, auch der deutsche Dichter Stefan George. Doch Bingen hat nicht nur eine geschichtsträchtige Vergangenheit und bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht, denn über die Grenzen des Bundeslandes hinaus sind die Sehenswürdigkeiten, der Stadt am südlichen Abschluss des Unesco-Welterbes Oberes Mittelrheintal, vielen ein Begriff. Die wichtigsten sind wohl die im 13. Jahrhundert entstandene Burg Klopp, die Rochuskapelle, der Alte Rheinkran und die Basilika St. Martin, welche ebenfalls alle dem Unesco-Welterbe angehören. Außerdem erwähnenswert ist die römische Villa rustica im Binger Wald.
Binger Mäuseturm
Allerdings ist die wohl bekannteste und zugleich das Stadtbild prägende Sehenswürdigkeit der Binger Mäuseturm. Der sagenumwobene Turm wurde im 14. Jahrhundert auf einer kleinen Insel im Rhein errichtet und diente ehemals als Wehr- und Wachturm. Nach der Zerstörung während des Dreißigjährigen Kriegs und 41 Jahre nach Kriegsende, veranlasste der preußische König Friedrich Wilhelm IV im Jahre 1856 einen Wiederaufbau. Knapp 125 Jahre wurde mithilfe des Mäuseturms, in seiner neuen Funktion als Signalturm, der Schiffverkehr sicher durch die, als Binger Loch bekannte, Engstelle gelotst. Seit der Verbreiterung der Engstelle, in den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts, verlor er diese Funktion. Um den Mäuseturm und seine Entstehung wurden viele Legenden weitergetragen, doch die am weitesten verbreitete war wohl die eines egoistischen und gierigen Mainzer Erzbischofs. Der Legende nach ließ er sich den Turm erbauen und während die Hungersnot den Tod vieler Menschen forderte, verwehrte er ihnen Hilfe trotz reich gefüllter Kornkammern. Er Befahl die Armen in eine Scheune zu sperren und ließ sie bei lebendigem Leib verbrennen. Daraufhin sollen tausende Mäuse aus allen Ecken gekommen sein und den Bischof gefressen haben. Nach dieser Legende sollte der Turm auch benannt sein.
Noch heute ist der Mäuseturm ein Wahrzeichen der Stadt Bingen und lockt Besucher aus allen Regionen in die schöne Stadt am Rhein.